Ankhbayar lebt seit 3 Jahren auf der Straße in Ulaanbaatar.
Er kam damals mit dem Zug aus der Nähe von Sukhbaatar,
ca. 250 km nördlich an der russischen Grenze. Dort
leben seine Eltern in einer Jurte zusammen mit seinen
5 Geschwistern. Wegen einem harten Winter hatte die
Familie ihre Tiere verloren und bekommen nun vom Staat
Invalidenrente und Kindergeld. Doch das geringe Einkommen
machte der Familie sehr zu schaffen und die Mutter
von Ankhbayar fing an zu trinken. Nach und nach begann
Ankhbayar's Mutter ihn zu schlagen. Als die Schläge immer
mehr wurden und auch der Vater sich nicht um ihn gekümmerte,
lief er von zu Hause weg.
In Ulaanbaatar lernte er Tsog-Erdene, Ganbaatar und Suhbat
kennen und fing an zu rauchen. Um über die Runden zu
kommen singt er manchmal vor Supermärkten und auf
der Straße oder fragt in der Sommerzeit Touristen nach
Geld. Im Winter geht er hin und wieder zu der Organisation
Christine Nobel, wo er Kleidung und Essen bekommen
kann.
Auf der Straße hat Ankhbayar häufig Angst von anderen
Straßenkindern oder von Taschendieben geschlagen zu
werden.
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Er möchte gerne, wenn er einmal älter geworden
ist, Arzt werden.
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